Ich muss hier dem vorherigen Eintrag hinzufügen, dass ich am Freitag leicht angetrunken meinen Nachbarn Kristian gefragt hab, ob er nicht mal mit mir kochen will. Wohlgemerkt, nachdem ich ihm am Nachmittag fröhlich meine Theorie über Kochen und Balzen erklärt hab. Er hat sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und grinsend die Brauen hochgezogen und gefragt: "Seriously?". Tja, war wohl nicht so gutes Timing. Mir ging es ja wirklich nur darum, wieder mal etwas Ordentliches zu kochen.
Aber anscheinend rangiere ich als Ausländerin für ihn auf einer Stufe mit den Franzosen, deswegen haben wir heute sehr fein platonisch Fisch gekocht und selbigen dann in der Nachbarsküche verspeist. Keinen Tunfisch wohlgemerkt. Anscheinend ist die junge Generation den Tierchen wohlgesonnener als es auf den ersten Blick scheint. Dass wir in der Nachbarsküche essen, haben wir auch am Freitag beschlossen, ich kann mich aber nicht erinnern wieso. Die Entscheidung war aber gut, denn die Gesellschaft war sehr unterhaltsam: 5 Däninnen und eine Schwedin, die uns mit Schwänken aus ihrer betrunkenen Jugend (die derzeit noch andauert) unterhalten haben. Offensichtlich sollte ich mein Rad weit weg von offenen Fenstern abstellen. Und selbst dann könnte es noch sein, dass jemand die Idee gebiert aus dem zweiten Stock darauf aufzuspringen...
Abschließend möchte ich hier eine schöne Weisheit aus dem Leben der entwurzelten Erasmusstudierenden festhalten, mit Dank an Blanka, die uns aus der Seele spricht wenn sie sagt "My home is where my fridge is."
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