Ein kleiner Exkurs in die Feinheiten der dänischen Sprache: der Unterschied zwischen 'blid' und 'blød'. 'Blid' bedeutet laut Wörterbuch 'sanft, mild, zart'. 'Blød' bedeutet 'weich'. Wunderbar haften bleiben solche feinen Unterschiede, wenn Charlotte sie illustriert: "Look, this is 'blid'", sagt sie und streichelt ihre Wange. Und dann bohrt sie den Finger in ein kleines Speckröllchen an ihrem Bauch und grinst: "And this is 'blød'".
'Blød' ist ja überhaupt ein schönes Wort, weil es ein bißchen aussieht und klingt wie 'blöd', aber eben total irreführend ist. Trotzdem immer wieder lustig find ich es, wenn dann auf den Brotpackungen steht 'med bløde kerner'. Ja, ich find diese ewigen Körner im Roggenbrot eh auch blöd...
Besser verlassen kann man sich da auf das schöne Wort 'dum'. Das heißt nämlich wirklich 'dumm', 'blöd'. Passenderweise gibt es im dänischen Fernsehen auch gleich zwei Sendungen, die das im Namen haben: Zum einen "Dumt & Farligt", eine Serie für den kleinen Zerstörer in uns. In der heutigen Folge ging es darum, wieviele tragende Wände man bei einem Haus einreißen kann bevor es wirklich zusammenbricht. Herrlich. Die zweite ist "De Unge Mødre" ('Die jungen Mütter'), die dänische Variante von "Teenager werden Mütter", die garantiert nicht ohne Grund so genannt wurde...
1 kommentar:
Ich bin blidblöd.
Bussi
Peter
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