| 'Gute Studienbedingungen' - Ein Werbeplakat der örtlichen Brauerei |
Ich bin ja unheimlich zufrieden gewesen mit meinen Kursen hier. Die Literaturprofessoren waren wirklich interessante Vortragende, genauso der Kulturgeschichteprofessor. Die Dame die wir in Medienkunde hatten war nicht ganz so überzeugend, weil sie anscheinend immer erst am Dienstag gegen 22 Uhr überlegt hat was wir Mittwoch in der Früh im Seminar machen. Aber dafür war das Thema des Seminars ja auch 'Adaption zeitgenössischer Comicbücher' und wir durften ganz viel Batman und Kickass schauen. Zu Beginn des Semesters leider auch 'The Walking Dead', eine wirklich gute Comicbuchadaption, aber leider für mich zu schiech zum Anschauen.
Die Uni selbst ist meiner Meinung nach auch nicht gerade eine Augenweide, ein Designer-Betonbau. Außen stilvoll verrostet, innen hauptsächlich grau. Und riesig. Das Gute ist, fast alle Institute, die Bibliothek, zwei Kantinen, alle wichtigen Büros, die Hochschülerschaft, das Wohnungsvermittlungsbüro, die Studentenbuchhandlung etc. sind in einem großen Gebäude. Im Winter muss man also, wenn man nicht Medizin oder Sport studiert, nie raus. Andererseits kann/muss man halt oft auch echt weit gehen...
Ein paar interessante Dinge gibt es allerdings, mit denen ich so nicht gerechnet hab. Die Dänen sind ja bekanntlich ganz wild auf Gemütlichkeit und gesellschaftliche Ereignisse. Deswegen gibt es in Kantine II jeden Freitag ab 14.00 die Freitagsbar. Manchmal gibt es ein Motto ('Geburtstagsparty', 'Fußball'), meist wird sich aber einfach nur so gemütlich betrunken. Falls man außerhalb der Bar- und Kantinenöffnungszeiten Durst auf Bier bekommen sollte, kann man sich das auch einfach aus dem Automaten holen, siehe links. Albani ist die lokale Brauerei (übrigens mitten in der Stadt). Odense Classic ist ein dunkleres Bier, aber noch nicht so stark. Sie brauen auch ein Pilsner, das mir aber schon wieder fast zu herb ist. Und das herrlich süße Odense 1859 ('atten-nioghalvtreds'), Lisa's und mein Lieblingsbier hier (abgesehen vom Fuglsang Early Bird natürlich!).
Wenn einem Bier trinken allein in der Bar zu langweilig wird, kann man auch Tischfußball spielen, wir haben nämlich auf der Uni auch einen Tischfußballtisch. Und sollte einem das Geld für Alkohol ausgehen, kann man (nachdem man einmal quer durch das Gebäude gehatscht ist) bequem beim Bankomat Geld abheben. Dabei sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht von einem der Hausmeister überfahren wird. Weil die Wege so weit sind, haben die nämlich Elektrowägelchen mit denen sie durch die Gänge flitzen. Ein bißchen wie in einer Fabrikshalle.
Selbige werde ich dieses Semester allerdings nicht mehr so oft betreten. Meine Kurse sind alle schon vorbei, nächsten Mittwoch schreibe ich meine einzige Prüfung, und dann muss ich vermutlich nur mehr im Büro für Internationales Papierkram erledigen, was hoffentlich nicht zu kompliziert wird. Haha.
3 kommentarer:
ich find, die uni schaut so von innen nicht so schlecht aus! also, zumindest die halle, die ma auf dem foto sieht ;) modern, ja, aber immerhin haben sie da pflanzen und glas!
aja und tischfußball: das is ja so eine art nationalsport, oder?? dieses tische stehn ja echt überall rum! herrlich :) als ich dort war, das war da wahrscheinlich das einzige mal in meinem leben, dass ich richtig gut war im wuzeln :D
Zum Design: Ja es gibt am Rand des Komplexes ein paar Stellen wo sie echt schön ist die Uni. Eben die wo Pflanzen sind und Sonne rein kommt. Aber dann gibt's eben auch lange düstere Gänge mit niedrigen Betondecken wo man sich fühlt wie in einem Bunker...
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