måndag 27 april 2015

Mäusesuppe

Schwedischer Osterstrauch
Seit Ostern bin ich fertig mit dem Sezieren! Danach habe ich meine Daten eine Zeit lang durch verschiedene Statistikprogramme gejagt und geschaut, ob dabei sinnvolle Dinge rauskommen - mit mäßigem Erfolg. Deswegen hab ich mich wieder Praktischerem zugewandt und meine Mäuschen weiter zerstückelt. Die Köpfe hab ich ihnen ja schon abgeschnitten, aber wer gedacht hat das wäre der Gipfel der Grauslichkeit, hat vergessen, dass ich ja noch die Unterkiefer in Natronlauge kochen musste, um an die Mausezähnchen zu kommen. Die hab ich jetzt alle, fein säuberlich gezogen und in Eppendorfgefäße verpackt (- ungewogen diesmal, hurra!).

Damit ist die praktische Arbeit fast vorbei, jetzt muss ich noch ein paar Biotopdaten aufnehmen - sprich: im (hoffentlich) Sonnenschein durch die Bibergebiete hirschen und Pflanzen zählen. Das mach ich aber erst nächste Woche, davor kommen noch die Walpurgisfeierlichkeiten, die hier in Uppsala ganz legendär sind, und vor allem die Vernichtung großer Mengen Alkohol einschließen. Selbst unsere Erasmuskoordinatorin hat uns heute schon per Email ermahnt, genügend Wasser zu trinken und gut zu essen bevor wir uns ins Promillgetümmel werfen.

Windig war's in Stockholm!
Dabei hab ich in den letzten Wochen ja schon ausgiebig gefeiert - meinen Geburtstag (mit brennenden Mannerschnitten, schönem Besuch und Sauna), Ostern (mit viel Essen!), den Besuch meiner Eltern (mit Essen, Alkohol und Stockholmbesichtigung!), und zuletzt eine feuchtfröhliche WG-Feier vergangenes Wochenende. 

Wir haben außerdem seit Tagen fast durchgehend Sonnenschein - unterbrochen von kurzen Dunkelperioden, die vor allem nächtens zwischen 20.30 und 05:00 auftreten. Ich vergesse nach wie vor, die Jalousien am Abend runterzulassen, deshalb wach ich immer zur Unzeit auf, aber ich habe Hoffnung, dass ich es noch lerne bevor die Sonne dann um 03.00 aufgeht...

Was es sonst noch Neues gibt: Ich gehe nicht mehr in den Sprachkurs, weil ich schon zu gut Schwedisch kann und die Prüfung geschafft habe. Allerdings bringt mir das im Alltag nicht viel weil ich immer noch zu wenig flüssig spreche. Dafür hab ich mir eine Pfadfindergruppe gesucht, bei der ich jeden Montag in der (RaRo-)Heimstunde aushelfen darf, und eine nette Volleyballrunde hab ich auch entdeckt. Die furchtbaren Spatzen nach dem ersten Mal spielen haben mich davon überzeugt, dass ich dort dringend regelmäßig mitspielen sollte. Und mein geplanter Abgabetermin für die Masterarbeit ist jetzt Ende Juni, dann bin ich mal für zwei-drei Wochen in Österreich, und auf Pfadfinderlager. Im August muss ich dann wieder ein bißchen nach Schweden, damit ich dann Anfang September meine Arbeit verteidigen kann. Ziel ist also, Mitte September wieder zuhause zu sein. Zumindest für ein Monat. So, jetzt wisst ihr das auch ;)

2 kommentarer:

eli sa...

Die Schweden haben ihre Ostersträucher wohl an den Wind angepasst! Die Federn werden sicher weniger leicht kaputt als ausgeblasene Eier :-)
Ach mach dir keine Sorgen: Die Statistik muss erst erfunden werden, die man nicht fälschen kann! ;-) Aber wenns nix wird, kannst ja immer noch in die Zahnarztbranche einsteigen. Zumindest das Zähneziehen kannst ja schon :-)
Ich beneide dich übrigens um den Sonnenschein! Bei uns tritt der immer noch sehr abwechselnd mit Regen auf :-/
Na dann viel Erfolg bei der Pflanzenzählung und viel Spaß bei deinen sonstigen Aktivitäten!!
Bussi, Eli

eli sa...

P.S.: liebes Foto von euch drei!

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